Was ist NVOD?

Near Video on Demand startet dasselbe Programm wiederholt in zeitlich versetzten Intervallen auf mehreren Kanälen mit festem Sendeplan. Es nähert sich dem Abruf auf Wunsch an und behält dabei ein rundfunkähnliches Auslieferungsmodell bei.

So funktioniert NVOD

Near Video on Demand plant mehrere Ausstrahlungen desselben Titels auf parallelen linearen Kanälen, jeweils mit einem festen zeitlichen Versatz. Zuschauer wählen den nächsten verfügbaren Start, statt eine private Wiedergabesitzung zu starten. Der Betreiber setzt Kanalkapazität für eine kürzere maximale Wartezeit ein und kann bestehende Rundfunkverteilung und Zugangsberechtigungssysteme weiterverwenden. Das Modell liegt zwischen Fernsehen zu festen Sendezeiten und echtem anfragegesteuertem VOD, insbesondere wenn Unicast pro Zuschauer oder die Kapazität interaktiver Server begrenzt ist.

Wichtige Fakten

  1. Beginnen die Ausstrahlungen in festen Intervallen, nähert sich die maximale Wartezeit für Zuschauer der Intervalllänge. Eine Verkürzung erfordert proportional mehr gleichzeitige Ausstrahlungen.
  2. Alle Zuschauer eines zeitversetzt sendenden Kanals teilen dessen Zeitverlauf. Beliebiges Starten, Springen und Pausieren erfordert daher zusätzliche Aufnahmefunktionen oder zeitversetzte Wiedergabe.
  3. NVOD kann jede geplante Ausstrahlung per Multicast effizient über ein verwaltetes Netzwerk verteilen. Unicast-VOD-Sitzungen können dagegen pro aktivem Zuschauer Kapazität beanspruchen.

Wann NVOD relevant ist

Nutzen Sie NVOD, wenn Zuschauer häufige Startmöglichkeiten benötigen, die Infrastruktur aber keinen eigenen Stream für jede Anfrage bereitstellen kann. Kürzere Wartezeiten erfordern mehr gleichzeitige Kanäle und mehr Auslieferungskapazität.

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