Was ist RMVB?
RealMedia Variable Bitrate (RMVB) ist eine Erweiterung des von RealNetworks entwickelten Multimedia-Containerformats RealMedia um variable Bitraten. RMVB wurde mit Videos in Verbindung gebracht, die als herunterladbare .rmvb-Dateien zur lokalen Wiedergabe verteilt wurden, statt ausschließlich per kontinuierlichem Netzwerkstreaming übertragen zu werden.
So funktioniert RMVB
RMVB kombiniert die RealMedia-Containerfamilie mit Encoding bei variabler Bitrate, das komplexen Passagen mehr Daten und einfacheren weniger zuweisen soll. Die Dateiendung kennzeichnet eine gängige Verpackungsform; die tatsächliche Decodierung hängt jedoch weiterhin von den darin gespeicherten Codec-Kennungen und Parametern ab. Die Verbindung zu heruntergeladenen, lokal wiedergegebenen Videos beschreibt die übliche Nutzung des Formats, keine technische Beschränkung der Netzwerkauslieferung. Heute tritt es meist beim Import oder bei der Langzeiterhaltung innerhalb eines Workflows auf, wo Werkzeuge ältere Bestände demultiplexen, decodieren oder konvertieren können.
Wichtige Fakten
- Bei variabler Bitrate ändert sich die Datenrate im Zeitverlauf. Schätzungen zu Dateigröße oder Bandbreite auf Basis einer einzigen momentanen Bitrate können daher irreführend sein.
- Die Endung .rmvb macht die Streams nicht für jeden Player selbsterklärend. Die Unterstützung erfordert sowohl einen RealMedia-Demuxer als auch Decoder für die enthaltenen Spuren.
- Wie genau sich Wiedergabepositionen ansteuern lassen, hängt von Container-Indizes und gültigen Zeitstempeln ab. Beschädigte oder fehlende Indexdaten können einen Player oder ein Migrationswerkzeug dazu zwingen, die Datei zu durchsuchen.
Wann RMVB wichtig ist
Rechnen Sie mit RMVB vor allem beim Migrieren oder Wiedergeben älterer Mediensammlungen, die für Software von RealNetworks erstellt wurden. Modernen Playern können kompatible Demuxer oder Codecs fehlen. Eine Konvertierung kann daher für eine breitere Wiedergabeunterstützung erforderlich sein.