Was ist das Videoseitenverhältnis?
Das Videoseitenverhältnis beschreibt das proportionale Verhältnis zwischen der angezeigten Breite und Höhe eines Frames, etwa 16:9 oder 9:16. Es kann von den reinen Pixelabmessungen abweichen, wenn die Pixel nicht quadratisch sind.
So funktioniert das Videoseitenverhältnis
Das angezeigte Seitenverhältnis ergibt sich aus dem gespeicherten Raster, einer gegebenenfalls vorhandenen Angabe des Pixelseitenverhältnisses, dem definierten sichtbaren Bildbereich oder Beschnitt sowie den Ausrichtungsmetadaten. Daher können zwei Streams mit identischen Pixelabmessungen für unterschiedliche Anzeigeformen vorgesehen sein, während anamorphes Material auch ohne quadratische Pixel korrekt angezeigt werden kann. Player werten diese Signale aus, bevor sie das Bild in den Anzeigebereich einpassen. Die Berücksichtigung des Seitenverhältnisses spielt bei der Vereinheitlichung beim Import, beim Zuschneiden, beim Erstellen von Varianten und Thumbnails sowie bei responsiven Layouts eine Rolle.
Wichtige Fakten
- Bei unbeschnittenem Material entspricht das Verhältnis von Anzeigebreite zu Anzeigehöhe dem gespeicherten Rasterverhältnis multipliziert mit dem Pixelseitenverhältnis; die Annahme quadratischer Pixel kann anamorphe Quellen sichtbar verzerren.
- Rotationsmetadaten können die effektive Anzeigeausrichtung vertauschen, ohne die gespeicherten Samples umzuordnen. Daher kann eine Hochformataufnahme in einem Raster im Querformat codiert sein.
- Eine Einpassung nach dem Contain-Prinzip erhält den gesamten Frame mit ungenutztem Platz, während eine Einpassung nach dem Cover-Prinzip den Anzeigebereich durch Beschneiden ausfüllt; keine der beiden Optionen korrigiert falsch signalisierte Metadaten zum Seitenverhältnis der Quelle.
Wann das Videoseitenverhältnis wichtig ist
Stimmen Sie Player-Layout und Ausgabezuschnitte auf das vorgesehene Anzeigeseitenverhältnis ab. Werden Quell- und Pixelseitenverhältnis ignoriert, können Verzerrungen, unerwünschte Beschnitte oder seitliche beziehungsweise obere und untere Balken entstehen.