Was ist der VP9-Codec?

VP9 ist ein offenes Videokompressionsformat, das Google als Nachfolger von VP8 entwickelt hat und das unter der lizenzgebührenfreien Patentlizenz des WebM-Projekts angeboten wird. Es wird für Webvideos breit unterstützt und kann viele Quellen effizienter komprimieren als H.264.

So funktioniert der VP9-Codec

VP9 codiert Bilder mit blockbasierter Prädiktion, Transformationen und Entropie-Encoding. Dabei nutzt es Ähnlichkeiten innerhalb eines Bildes und zwischen Bildern, um die Datenmenge zu reduzieren. Es ist ein Codec und kein Container. Für den Einsatz sind daher auch ein kompatibles Packaging-Format, ein Decoder im Browser oder Gerät, ein Audiocodec und eine Manifestdeklaration erforderlich. Medienpipelines behalten VP9 häufig als einen Zweig einer Bitratenleiter mit mehreren Codecs bei, da sich Encoding-Geschwindigkeit und clientseitige Decoder-Unterstützung von denen anderer Auslieferungscodecs unterscheiden.

Wichtige Fakten

  1. VP9 wird zur Auslieferung an Browser häufig in WebM verpackt. Container-Unterstützung und Codec-Unterstützung sind jedoch getrennte Aspekte; ein Client kann den Container akzeptieren und dennoch ein Profil oder eine Bittiefe ablehnen.
  2. Hardware-Decodierung hängt vom Gerät und dem genauen VP9-Profil ab. Der Rückgriff auf Software-Decodierung kann bei anspruchsvollen Bildgrößen die CPU-Auslastung, den Stromverbrauch und die Zahl ausgelassener Bilder erhöhen.
  3. VP9-Encoding in zwei Durchläufen kann Statistiken aus einem Analysedurchlauf nutzen, um Bits auf schwierige und einfache Szenen zu verteilen. Das verbessert die Bitratensteuerung auf Kosten der Fertigstellungszeit.

Wann der VP9-Codec relevant ist

VP9-Varianten können in kompatiblen Browsern und Geräten den Bandbreitenbedarf reduzieren, besonders bei höheren Auflösungen. Dieser Vorteil muss gegen den Encoding-Aufwand und die Anforderungen von Clients abgewogen werden, die einen anderen Codec benötigen.

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