Was ist ein Beschneidungspfad?
Ein Beschneidungspfad ist eine Vektorkontur, die festlegt, welcher Teil eines Bildes oder einer Grafik sichtbar bleibt. Inhalte außerhalb des geschlossenen Pfads werden ausgeblendet, ohne die zugrunde liegenden Pixel zwangsläufig zu löschen.
So funktionieren Beschneidungspfade
Ein Beschneidungspfad wird bei der Anzeige oder beim Export geometrisch ausgewertet. Er trennt sichtbare Innenbereiche mit einer harten Grenze von unsichtbaren Außenbereichen, während das platzierte Bild intakt bleibt. Gerade Segmente und Bézierkurven können einfache oder zusammengesetzte Formen einschließlich Aussparungen bilden. Das Ergebnis lässt sich zusammen mit der Grafik transformieren. Das Verfahren eignet sich für Produktbilder, Seitenlayout und Druckvorstufe, wenn eine scharf begrenzte, wiederverwendbare Silhouette dem destruktiven Entfernen von Pixeln vorzuziehen ist.
Wichtige Fakten
- Pfadknoten und Bézier-Griffpunkte bestimmen die Genauigkeit der Kanten und die Komplexität. Zu viele Knoten vergrößern und verkomplizieren den Pfad. Zu wenige können glatte Produktkonturen in sichtbare Ecken verwandeln.
- Ein Beschneidungspfad selbst codiert keine teilweise Deckkraft: Er definiert eine harte Grenze zwischen innen und außen. Ein Renderer kann die Schnittkante beim Rastern zwar glätten, ein weicher Übergang lässt sich im Pfad jedoch nicht gestalten. Haare, Rauch, weiche Schatten und durchscheinende Materialien lassen sich meist besser mit einer Alphamaske darstellen.
- Zusammengesetzte Pfade nutzen Füllregeln und die Richtung der Teilpfade, um Löcher von gefüllten Bereichen zu unterscheiden; fehlerhafte Geometrie kann einen Innenbereich unerwartet sichtbar machen oder ausblenden.
Wann Beschneidungspfade wichtig sind
In der Bildverarbeitung dienen Beschneidungspfade dazu, Produkte freizustellen, Hintergründe zu entfernen oder Bilder auf individuelle Formen zu begrenzen. Komplexe Konturen wie Haare können Masken erfordern, da eine harte Vektorgrenze unnatürlich wirken kann.