Was ist Timecode?
Timecode kennzeichnet Positionen in audiovisuellen Medien mit strukturierten Werten, die üblicherweise als Stunden, Minuten, Sekunden und Frames ausgedrückt werden. Er bietet eine gemeinsame Referenz für Schnitt, Synchronisation, Protokollierung und Sendesteuerung.
So funktioniert Timecode
Eine Timecode-Angabe ordnet einen Punkt auf der Zeitachse eines Programms einer framebasierten Uhr zu und gibt Produktionssystemen ein stabiles Vokabular für zeitliche Positionen. Ihre Interpretation hängt von der nominellen Bildrate, der Zählkonvention und dem Startwert ab, nicht nur von den Ziffern. Timecode kann als aufgezeichnetes Signal, als Container-Metadaten oder als Begleitdaten übertragen werden. Schnittprogramme, Aufnahmegeräte, Untertitelwerkzeuge und Automatisierungssysteme nutzen ihn, um Entscheidungen auszutauschen, ohne sich auf ungenaue Angaben zur verstrichenen Zeit zu verlassen.
Wichtige Fakten
- Drop-Frame-Timecode überspringt ausgewählte Frame-Nummern, damit Zeitangaben bei gebrochenen, von NTSC abgeleiteten Bildraten nahe an der tatsächlich verstrichenen Zeit bleiben; er entfernt oder verwirft keine Videoframes.
- Linearer Timecode kann als audioähnliches Signal aufgezeichnet werden, während Vertical-Interval-Timecode mit der Videoabtastung verknüpft ist; dateibasierte Workflows können stattdessen eine Metadatenspur für Timecode speichern.
- Die Decodier- oder Präsentationszeitstempel eines Containers sind nicht automatisch mit redaktionellem Timecode identisch: Erstere steuern den Ablauf der Medienwiedergabe, während Letzterer Positionen für Menschen und Werkzeuge kennzeichnet.
Wann Timecode wichtig ist
Nutzen Sie Timecode, um Untertitel, Anmerkungen, Schnitte oder Aufnahmen mehrerer Kameras an bestimmten Frames auszurichten. Überprüfen Sie die Bildraten- und Drop-Frame-Konventionen, da übereinstimmende Angaben sonst unterschiedliche Zeitpunkte bezeichnen können.